Glossar

Begriffe aus der Schausteller-Branche

Baubuch

siehe Fliegende Bauten (Schausteller-Umgangssprache): Statische Pläne und Berechnungen von Fliegenden Bauten.
Alle Fahrgeschäfte müssen ein sogenanntes Baubuch, mit Plänen und statischen Berechnungen mit sich führen, dass nach der hauptamtlichen TÜV-Untersuchung, jeweils für ein oder zwei Jahre verlängert wird. Im Baubuch werden die kostenpflichtigen Bauabnahmen vor jeder Veranstaltung von der örtlichen Baubehörde dokumentiert.

Belustigungsgeschäft

siehe auch Laufgeschäft (Amtssprache): Belustigungsgeschäfte sind Anlagen, in denen sich Personen zu ihrer und zur Belustigung anderer Personen betätigen können. Im Laufgeschäft bewegt sich dagegen der Besucher zu Fuß auf einem vorgeschriebenen Parcours durch die Anlage und trifft auf unterschiedliche Attraktionen wie Luftgebläse, Rollende Tonnen und andere Belustigungen.

Berg- und Talbahn

Bis zum Zweiten Weltkrieg war Berg- und Talbahn der Oberbegriff für Karussels, deren Fahrweise, die übliche Kreisform einer horizontalen Ebene verließ und in eine Fahrt über Berge und Täler führte. Begonnen hat die Entwicklung Mitte des 19. Jahrhunderts in England. Schon Ende des Jahrhunderts hatten die deutschen Hersteller die Entwicklung der englischen Switschbacks überholt.
Die ersten professionellen Hersteller waren: Fritz Bothmann; Hugo Haase; Friedrich Heyn und Franz Gundelwein. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg baute Heinrich Mack die erste Berg- und Talbahn als Bobbahn.

Besatzung

(Schausteller-Umgangssprache): Fahrgastsitzmöglichkeiten bei den frühen Karussells z.B. beim Bodenkarussell. Pferde, Kutschen, Gondeln, Kreisel und auch exotische Tiere. Sie waren alle aus Holz geschnitzt.
Beim Kinderkarussell sind es meist realistische Nachbildungen von Straßen- und Schienenfahrzeugen (Autos, Lokomotiven, Fahrräder usw.)
Bei den modernen Fahrgeschäften spricht dagegen von Fahrgastgondeln und nicht von Besatzung.