Karussellbau-Geschichte A - Z

Historie der Geisterbahnen

Vorwort

Die Historie der Geisterbahnen ist in den meisten Fällen bestimmten Schaustellerfirmen zuzuschreiben.
Aus diesem Grunde ist es sinnvoll, die baugeschichtliche Entwicklung sowie die Dekorationen der Vorhangfassaden von Geisterbahnen primär nach Bauherren und dann in Bezug zu den Herstellern zu untersuchen.
Eine chronologische Betrachtung kommt dabei nicht infrage, weil technische Entwicklungen in diesem Aufsatz nur eine untergeordnete Rolle spielen. Die figürliche Ausstattung der Geisterbahnen ist bisher nicht berücksichtigt, aber vorgesehen.
Die Auswahl der Bauherren wurde aufgrund generationsübergreifender Um- und Erweiterungsbauten ihrer Geisterbahnen getroffen. Eine Vollständigkeit ist nicht beabsichtigt.

Auch für die Geisterbahnen eignete sich der rechteckige Baukörper, der mit einem leicht geneigten Pultdach geschlossen und mit einer Vorhangfassade dekoriert wurde.

Erste Geisterbahnen von Carl Böhm u.a.

Die erste Geisterbahn war 1931 von Carl Böhm auf dem Hamburger Dom präsentiert worden. Ein rechteckiger Hallenbau mit Pultdach, der an den Seiten und nach hinten mit Planen geschlossen war. Dem Bau war eine Vorhangfassade vorgesetzt, die im Inneren ein Schienensystem verbarg.
Bereits im gleichen Jahr begann ein Urheber- oder Konkurrenzproblem. Böhm ahnte wohl, welches neue Freizeiterlebnis er auf den Weg gebracht hatte, und beanspruchte es für sich allein, wie aus einem Artikel im „Komet“ hervorgeht:

„Die Geisterbahn ist von mir zum ersten Mal in Deutschland und zwar auf dem Hamburger Dom im Jahre 1931 eingeführt. Zum Schutze gegen Nachahmung habe ich in Deutschland und im Ausland Patente, Gebrauchsmuster und Warenzeichen beantragt. Gegen versuchte Nachahmungen und zwar Warenzeichenverletzungen habe ich bereits das gerichtliche Verbot der Zuwiderhandlung unter Androhung von Geld- beziehungsweise Haftstrafen in unbegrenzter Höhe erwirkt. Dabei sind auch ähnliche Benennungen beziehungsweise Zusammensetzungen untersagt. Ich warne daher hiermit öffentlich vor jeder Verletzung meiner Schutzrechte und werde mit allen mir zu Gebote stehenden Mitteln gegen Zuwiderhandlungen vorgehen.“  (Jantowski 1999. KR 9, S. 34)

Wahrscheinlich hat Böhm durch seine Anzeige im „Komet“ andere Schaustellerkollegen auf die neue Attraktion aufmerksam gemacht. Denn bereits 1932 waren auf dem Münchner Oktoberfest die Firmen Haase, Eckert, Kretschmar und Ruprecht mit Geisterbahnen vertreten. Es ist nicht bekannt, ob Böhm seiner Androhung von Strafverfolgung nachgekommen ist.
1934 kam eine weitere Geisterbahn hinzu, die von Lisbeth Stössner & Herhaus gemeinsam mit F. W. Riefers & Siebold betrieben wurde. Sie hatten einen Patentschutz auf den Namen „Original Geisterbahn“ erwirkt. (Dering 1986. S. 133)

Dekorative Entwicklung

Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm die dekorative Gestaltung der Geisterbahnen ähnlich der der Lauf- und Belustigungsgeschäfte einen außergewöhnlichen Verlauf. Entscheidend war die Fassadengestaltung, die sich von der flachen hölzernen Vorhangfassade hin zum vierstöckigen Kulissenbau entwickelte. Die Themen der Dekoration umfassten im Allgemeinen neben Geistern und Bewohnern der Unterwelt bekannte Horrorgestalten wie zum Beispiel Frankenstein oder King Kong.

Stössner & Herhaus >> Ludwig Vogt >> Rudi Dom

Um den Ansprüchen der Volksfestbesucher und insbesondere den Zulassungskriterien in dekorativer Gestaltung sowie den technischen Innovationen gerecht zu werden, wurden die Grundbauten oft verbreitert, aufgestockt und thematisch umgestaltet. Dies zeigt das Beispiel der Geisterbahn von Stössner & Herhaus, die 1955 an Ludwig Vogt verkauft wurde und damals eine neue Fassadengestaltung erhielt.
Recht ungewöhnlich wurden Flora und Fauna vor dem Hintergrund burgähnlicher Gebäude thematisiert. 1958 erwarb Rudi Dom die Anlage und verwandelte die Fassade in eine amerikanische Goldgräberstadt namens Golden Hills.
Die Bemalung von Herbert Sommer löste bei den Münchner Volksfestbesuchern jedoch nicht die erhoffte Begeisterung aus. Die Verantwortlichen für die Standplatzvergabe machten „Rudi Dom zur Auflage, die Anlage wieder als ursprüngliche Geisterbahn zu dekorieren, da das US-Styling nicht der bayrischen Tradition entspreche“. (Jantowski 1999. KR 9,1999, S. 38)

Deshalb wurden der Fassade bereits für die folgende Saison des Jahrs 1960 bei Heinrich Mack zwei funktionslose Türme angesetzt. Herbert Sommer malte die Szenerie einer von Geistern bewohnten Burganlage. 1963 erhielt diese Geisterbahn noch einmal eine neue Bemalung, die von Josef Wallner ausgeführt wurde. Im Anschluss daran verkaufte Dom an die Firma Müller aus der Schweiz.

1960 hatte Rudi Dom von dem Schausteller Zocher aus Bremen eine zweite Geisterbahn, die Piratengrotte, erworben. Sie wurde in den kommenden Jahrzehnten unter dem Schwiegersohn Heinz Dom-Jollberg mehrfach umgestaltet. Zur Saison 1990 waren die Umgestaltungen zur Geisterburg abgeschlossen. Sie wird heute immer noch in der Familie betrieben.

Gottlieb Löffelhardt

Die Firma Gottlieb Löffelhardt ist ebenfalls unmittelbar in Zusammenhang mit der Entwicklung von Geisterbahnen zu nennen. 1949 ließ Löffelhardt bei der Firma Pühler eine Geisterbahn bauen.
Der flachen Vorhangfassade wurde zur Linken ein großformatiges Seitenteil angesetzt, auf das ein fratzenähnliches Gesicht des Teufels gemalt wurde. Über der Eingangsebene war der Name Höllentalexpress in Großbuchstaben in einem friesähnlichen Streifen aufgelegt. Darüber erhob sich eine Fassadenfläche, auf die einige Geister gemalt worden waren. Die Anlage wurde 1953 in eine Dschungelthematik umgestaltet. (Jantoswski 1999. KR 9,1999, S. 37f)

Im gleichen Zeitraum, 1952/53, kaufte Löffelhardt von Otto Walter aus Linz/Österreich die erste Stockwerk-Geisterbahn. Die Vorhangfassade war zweischalig aufgebaut. Die untere Ebene war nach vorne durch drei Rundbögen geöffnet, dahinter befand sich die Einstiegszone für die Besucher.
Darüber führten die Schienen ein Stück durchs Freie, damit Betrachter die Begeisterung der Fahrgäste miterleben konnten. Links und rechts schlossen sich je zwei großflächige funktionslose Bildtafeln an. Sie werden im Fachterminus Blinde Front genannt. Diese Anlage wurde in den darauffolgenden Jahren von Anton Schwarzkopf mehrfach umgebaut und umgestaltet.

1955 inspirierte die erste große Reisewelle den Inhaber zu einem völlig neuen Dekorationsthema. Er benannte seine Geisterbahn nach einem Globetrotter, den es in die weite Welt führte. Die einzelnen Stationen waren auf der Fassade festgehalten. Vom Eiffelturm über Venedig bis hin zu den ägyptischen Pyramiden führte die Reise.
Die Eingangsebene wurde nach vorne in drei großzügige Bogenöffnungen unterteilt. Ein stark geschwungenes, auskragendes Vordach lässt den Vergleich mit den Kinofassaden der 1950er Jahre aufkommen. Die zweite Ebene wurde in ganzer Breite mit einem ebenfalls weit auskragenden, geschwungenen Flugdach betont. Diese architektonischen Dekorationselemente erinnern an die Bauweise der Leichtigkeit der Außenseiten der Fassaden der zeitgenössischen Architektur der 1950er Jahre, aber auch an Gaudis Casa Batlló in Barcelona.

Nur ein Jahr später erhielt die Fassade wieder eine neue Bemalung. Umbenannt in Spukschloss erlebte der Betrachter ein gespenstisches Spektakel im Schloss. Mit dieser Fassade war die Anlage bis 1970 auf deutschen Volksfestplätzen unterwegs.

Parallel dazu hatte die Firma Löffelhardt bereits 1956 bei Heinrich Mack eine weitere Geisterbahn in Auftrag gegeben. Die Fassade wurde von Heinz Opitz sen. im Space-Design gestaltet. Obwohl die Anlage bereits nach einer Saison nach Dänemark verkauft wurde, fand die neue formale Gestaltung der Fassade in der 1957 bei Anton Schwarzkopf gebauten Düsenspirale (Ramus 2013. Kat. Nr. 39) einen Folgebau. Die Fassade wurde von Fritz Hilbert gemalt.

1958 gab Löffelhardt bei Heinrich Mack eine weitere Geisterbahn in Auftrag. Die dekorative Gestaltung wurde laut Aussagen von Herrn Opitz im Atelier von Heinz Opitz sen. gearbeitet. Bauherr und Künstler entschieden sich für ein orientalisches Design und den Namen Fliegenden Teppich. Es wurden erstmalig Fahrgastgondeln als hängende Gondeln konstruiert.

1963 erwarb Löffelhardt die Geisternacht im Urwald von der Firma Willenborg; sie wurde 1965 an Klaus Renoldi verkauft. Später wurde sie einige Male umgebaut.
1970 gab die Firma Löffelhardt, inzwischen in der nächsten Generation, einen weiteren Neubau bei Heinrich Mack in Auftrag. Bauherr und Opitz wählten ein asiatisches Dekorationsthema mit originalen Rikschas. Es war die letzte transportable Geisterbahn von Löffelhardt, der in der Folge als Mitbegründer vom „Phantasialand in Brühl“ seine kreativen Ideen bei den stationären Geisterbahnen des Parks einbrachte. Die Geisterrikscha wurde später von dem Schausteller Burghard übernommen.

Rudolf Schütze

Auch die Firma Rudolf Schütze soll schon vor dem Zweiten Weltkrieg mit einer Geisterbahn ein Volksfest in Prag besucht haben. 1947 baute Rudolf Schütze mit verschiedenen Handwerkern eine Geisterbahn. Sie entsprach nicht dem bekannten System einer flachen ebenerdigen Fahrbahn, sondern die Fahrt führte über Berg und Tal, indem die Fahrgastgondeln mittels einer Kette eine kleine Anhebung hochgezogen wurden und dann ohne elektrischen Antrieb weiterliefen. Nachdem sie zunächst Orbit hieß, wurde sie nach verschiedenen Um- und Anbauten Geisterschlange genannt. 1970 wurde die Geisterschlange bei der Firma Müller in Ründeroth umgebaut und in das Schloss Dracula verwandelt. Die Bemalung erfolgte durch Herbert Sommer.

Im Jahr 1975 gab Schütze bei Heinrich Mack eine zweistöckige Geisterbahn in Auftrag. Der Name Schloss Dracula wurde übernommen. Mit der dekorativen Gestaltung wurde Heinz Opitz sen. betraut. In den Wintermonaten des Jahrs 1991/92 wurde Schloss Dracula bei Mack umgestaltet und von Heinz Opitz jr. neu bemalt. 1996 folgte ein weiterer großer Umbau mit Namensänderung in Die große Geisterbahn. Die Schienenführung wurde geändert und ermöglichte in der oberen Etage ein Hinausfahren und einen Blickkontakt zu den Festplatzbesuchern. Es folgten noch weitere Umgestaltungen. Die Anlage ist in einem ausgezeichneten Zustand.

Emil Lehmann & Söhne

Im Jahr 1950 hatte sich auch Emil Lehmann sen. zum Kauf einer Geisterbahn entschieden. Sie war von Heinrich Mack unter dem Namen Geisterburg für Traugott Petter gebaut worden.
Emil Lehmann verstarb noch im gleichen Jahr und die Witwe führte den Betrieb mit ihrem Sohn Robert weiter. 1960 beauftragte Robert Lehmann jr. Heinrich Mack für den Bau einer Geistergrotte. Nach zehn Jahren wurde sie an die Firma Stolzenberg verkauft und eine neue Anlage bei Mack in Auftrag gegeben. Diesmal wählte man den Namen Geisterschlucht. Sie wurde wiederum nach zehn Jahren ins benachbarte Frankreich verkauft.

Robert Lehmann verstarb 1980 und sein Sohn Emil übernahm den Betrieb. Ein Jahr zuvor, 1979, war in Düsseldorf zum „Größten Schützenfest am Rhein“ Premiere der neuen Lehmannschen Geisterschlange.
Die Geisterschlange ist noch heute in Betrieb. Sie ist die einzige Anlage, die zwar viele Restaurierungen und farbliche Fassungen erfuhr, aber noch im Originalzustand erhalten geblieben ist.

Emil Lehmanns Bruder Fredy hatte sich seinerzeit ebenfalls für das Betreiben einer Geisterbahn entschieden. Als Dekorationsvorlage wurden von Opitz einige Entwürfe und Modelle angefertigt. Letztendlich entschied man sich für ein Geisterschloss. Die Anlage wurde 1982 von der Firma Judenhofer-Kunz München übernommen, die bereits eigene Erfahrungen mit Geisterbahnen gesammelt hatte. Das Geisterschloss wurde bis zur Gegenwart immer weiter ausgebaut und um technische Innovationen bereichert.

Klaus Renoldi

1965 stieg auch Klaus Renoldi mit dem Kauf der Geisternacht im Urwald von Löffelhardt in das Genre der Geisterbahnen ein. In den 1970er Jahren gab Renoldi die Umgestaltung unter dem Namen Geisterfestival bei Heinrich Mack in Auftrag. 1976 folgte eine weitere Veränderung der Vorhangfassade in Geisterfestival 2.

Einige Jahre betrieb Renoldi diese Geisterbahn. Im Jahr 1979 gab er bei Mack eine neue gewaltige dreistöckige Geisterbahn mit drehbaren Gondeln in Auftrag. Die Fassade entwickelte sich zu einem opulenten Kulissenbau in Form einer mittelalterlichen Burgfassade. Der dekorative Kulissenbau verbarg im Inneren ein geschlossenes Schienensystem über das die Fahrgastgondeln im Verbund in raschem Tempo über Berge und durch Täler glitten. Über der Einstiegsebene im Erdgeschoss führten die Schienen die Fahrgastgondeln in den beiden oberen Stockwerken nach außen.

1981 erhielt die in grauer Steinoptik gehaltene Fassade einen roten Farbauftrag. Im Jahr 1982 erfolgte die erste große Umgestaltung. Die ursprüngliche Fassadengestaltung einer Burganlage wurde in eine gewaltige illusionistische Fassade in drei Ebenen umgebaut. Aus dem Kingdom of Magic wurde eine Geisterschlucht. An dem westlichen funktionslosen Turm wurde festgehalten. Die drei Ebenen der Anlage wurden horizontal mit balkonähnlichen Vorbauten gekennzeichnet. Auch hier wählte Renoldi zunächst eine rote Fassung, der bald eine blaue folgte.

Martin Blume

1992 wurde die Geisterschlucht. an Martin Blume verkauft. Dieser gestaltete die Fassade erneut um und aus der Geisterschlucht wurde die Grüne Hölle. An der formalen Gestaltung der Fassade wurde festgehalten. Nur die Bemalung erreichte eine neue dekorative Fassung. Nach zwei Jahren erfolgte wiederum eine Umgestaltung. Das Thema Fantasia floss in die Dekoration ein.

Im Jahr 2006 konnte der Bauherr Martin Blume das art-Studio Bernhardt aus Düsseldorf für die Realisierung einer neuen Gestaltungsidee gewinnen. Thematisiert wurde die Fahrt durch eine mittelalterliche Folterkammer. Die dekorative Gestaltung des Daemoniums wird in der Biografie von Maciej Bernhardt ausführlich besprochen.

Neben den mit ihren Bauherren vorgestellten Geisterbahnen gibt es noch weitere interessante Modelle, die mit der Zeit im Archiv vorgestellt werden.

Geisterbahnen Chronologie

©  Margit Ramus

Ramus 2013. S. 280-297.
Jantowski 1999.
Dering 1986.
Gespräche der Verfasserin mit Heinz Opitz in Waldkirch 2005; 2010; 2014; 2016.
Gespräche der Verfasserin mit Kurt Mack-Even in Waldkirch 2010; 2016.
Gespräch der Verfasserin mit Bärbel Schütze in Crange 2005.
Gespräch der Verfasserin mit Emil Lehmann in Crange 2010.
Gespräch der Verfasserin mit Klaus Renoldi jr. in Crange 2010.
Gespräch der Verfasserin mit Martin Blume in Düsseldorf 2011.
Gespräch der Verfasserin mit Doris Altrogge in Düsseldorf 2010.
Gespräch der Verfasserin mit Dom-Jollberg (Telefon) 2010.
Gespräch der Verfasserin mit Judenhof-Kunz (Telefon) 2010.

3 Beiträge zu “Historie der Geisterbahnen

  1. Micha Hagedorn

    Die Mack-Bahn „Geisternacht im Urwald“ bestand bis ca. 1980 und wurde erst dann in die „Geister Hexen Vampire“ umgestaltet, das linke und rechte Bodensegment (von insgesamt 9) entfiel bei leicht verkürztem Schienenverlauf „da die Bahn so schneller aufzubauen ist“, die Fassaden blieben als Blindfassaden stehen. Die Bahn wurde seinerzeit von Paul Straetemans betrieben zusammen mit seiner Frau, einer geborenen Löffelhardt. Die Bahn blieb also augenscheinlich in der Familie. Nachdem Paul Anfang der 2000er, das genaue Jahr müsste ich erfragen, in Rente ging wurde die Bahn nach Vias Plage in Frankreich verkauft. Laut Bildern für meinen Geschmack farblich und beleuchtungstechnisch etwas zu aufreisserisch, dadurch hat sie etwas von ihrem alten Charme verloren. Die Ihle-Chaisen waren damals durch ihre aufgesetzten Pistolen bekannt, zu Zeiten der Urwaldbahn konnte man böse Tiere damit abballern. Sie waren aber, und darüber wurde lange spekuliert, funktionslos. Von der ehemaligen Urwaldbahn blieben auch einige Tier-Figuren erhalten nach dem Umbau in eine reine Geisterbahn, so der grosse Gorilla kurz vor der letzten Kurve und die Riesenspinne. Leider stand die Bahn schon vor Jahren in einem Schausteller-Forum zum Verkauf, und wenn ich heute auf die HP von Vias Plage gehe, ist sie dort als Attraktion nicht mehr aufgeführt. Verbleib also unbekannt.

    Ich habe als Schüler von 1977 bis ca. 1982 auf der Bahn gearbeitet, wenn diese in Darmstadt gastierte (Frühjahrs- und Herstmess, in den 90ern noch ein oder wenige Male auf dem Heinerfest) und kann mich an an viele Details der Bahn erinnern, wie Schienenverlauf und Figuren, da ich in erster Linie dafür zuständig war. Ausserdem bin ich gerade dabei den Kontakt zu Paul Straetemans wieder herzustellen.

    Antworten
  2. Stefan Hoffmann

    Guten Abend!
    Sie erläutern hier das Thema Geisterbahnen der Firma Schütze, die Bahn Schloß Dracula wurde nicht umgebaut, bei der Anlage die Große Geisterbahn handelt es sich um das ehemalige Geschäft von Altrogge. Die Bahn ging von Altrogge zur Firma Hofmann-Jehn und dann zu Schütze. Es sind also zwei unterschiedliche Bahnen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Stefan Hoffmann
    Puppenbühne Heyderhoffmann

    Antworten
    1. Margit Ramus Beitragsautor

      Hallo Herr Hoffmann habe den Beitrag gerade noch einmal gelesen. Die Angaben habe ich damals mit Familie Schütz abgesprochen, das schließt natürlich nicht aus, dass sich in der Niederschrift Fehler einschleichen. Ich werde den Sachverhalt noch einmal prüfen und dann gegebenenfalls abändern oder mich bei Ihnen wieder melden. Bis dahin freundliche Grüße Margit Ramus

      Antworten

Schreiben Sie uns einen Kommentar

Haben Sie ergänzende Informationen? Über sachdienliche Hinweise freuen wir uns.

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *