Weihnachtsmärkte A - Z

Weihnachtsmärkte in Köln

Die Weihnachtsmärkte haben auch in Köln eine lange Geschichte.

Im Dezember des Jahres 1820 wurde auf dem Alter Markt der erste „Nicolaimarkt“ aufgebaut.
Die Kölner waren begeistert von „de Hötte“, wie der Markt im Volksmund genannt wurde, Ganz besonders durch die Einstimmung in eine besinnliche Vorweihnachtzeit.
Das Warenangebot erfüllte alle Geschmacksreize. Duftende Moppen (Kugeln aus Honigkuchenteig), Printen-Männer, Spekulatius, Marzipan, frische Waffeln und heiße Kuschteien (Maronen), außerdem verführten Bratäpfel und türkischer Honig die Besucher.

56 Jahre später, im Jahre 1876 wurde der Nicolai- und Weihnachtsmarkt vom Alter Markt auf den Heumarkt verlagert.

Nach zehn Jahren 1886 sollte auf dem Heumarkt eine Promenade angelegt werden. Einige Ratsmitglieder schlugen vor den Weihnachtsmarkt auf den Domhof zu verlegen oder ganz aufzuheben. Der Platz sei groß genug, und der Markt würde den Anblick des Domes nicht im Geringsten beeinträchtigen, sagten die Befürworter. Außerdem sprachen auch die Standgeldeinnahmen der Stadt für die Erhaltung. So zahlte z. B. eine Schaubude 2299 Mark, dagegen brachte der gesamte Töpfermarkt an St. Gereon nur 168 Mark ein. Das Für und Wider beschäftigte die Ratsherren monatelang. Völlig überraschend ergab eine Abstimmung am Silvestertag 1885, aufgrund nur einer einzigen Stimmenmehrheit, die Aufhebung des Weihnachtsmarktes.

Erst 1923 wurden auf dem Neumarkt wieder Hütten aufgebaut. Bis zum Kriegsbeginn 1939 wurde dort der Weihnachtsmarkt durchgeführt.

Erst 1970 gab es wieder einen Weihnachtsmarkt auf dem Neumarkt.
Inzwischen ist Köln die Stadt mit den meisten Weihnachtsmärkten. Große und Kleine. Ihr Ruf geht in die ganze Welt.
Viele Besucher genießen ganz besonders in Köln, beim abendlichen Bummel über den Weihnachtsmarkt der Heinzel auf dem Alter Markt oder dem Heumarkt vor der Kulisse der mittelalterlichen Altstadt, den Reiz einer fast vergessenen weihnachtlichen Romantik.

Am Ende 2006 begann die Stadt Köln, die Vergabe der einzelnen Weihnachtsmärkte erstmalig auszuschreiben. Die Bewerber bekamen die Auflage, die Dekoration auf ein spezielles Thema abzustimmen.
So entstand am Alter Markt und Heumarkt der Weihnachtsmarkt der Kölner Heinzel –[Männchen]-, am Neumarkt der Weihnachtsmarkt der Engel, am Rudolfplatz der Märchenweihnachtsmarkt und ab 2010 der Weihnachtmarkt der Herzen unter einem Sternenzelt zu Füßen des Doms.
Daneben gibt es noch einige kleinere Märkte. Ohne Zweifel hat sich das Gesamtbild der Weihnachtsmärkte durch diese innerstädtische Entscheidung positiv verändert. Die Architektur und die Dekoration der Verkaufshütten haben sich in den letzten Jahren ebenfalls enorm gewandelt.
Überall spürt man den Hauch von vorweihnachtlicher Romantik und kindlicher Vorfreude auf das Weihnachtsfest.
Nicht von Ungefähr heißt es: Köln, die Stadt mit dem besonderen Charme.

© Dr. Margit Ramus

In Kürze werden hier überlieferte Dokumente, Ratsbeschlüsse und sonstige Schriftstücke, die im Historischen Archiv der Stadt Köln aufgefunden wurden, eingestellt.

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