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Fluch des Pharaos – Das Omen

Fluch des Pharao Irrgarten des Herstellers Dietz
Name(n) des Geschäftes Fluch des Pharaos > Omen
Typologische Bauaufgabe Lauf- und Belustigungsgeschäfte
Bauform Hallenbau
Baujahr 1976
Hersteller Willi Dietz
Bauherr / Inhaber 1979-78 Finnendahl Bremen
Baugeschichte

Völlig innovativ hatte die Firma Dietz 1976 einen, auf einem Wagen fest installierten, rechteckigen Kubus mit einem Fassadenvorbauentwickelte entwickelt. Dieser Fassadenvorbau, Vorhangfassade genannt, wurde damals mehrfach geklappt und gesteckt. Das ungezwungene Stecksystem der Glasscheiben bot nun völlig neue Varianten mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden, die die Begeisterung der Besucher und Zuschauer vor dem Gebäude enorm steigerte.

Dekoration
Baubeschreibung

1979 bestellte Friedel Finnendahl den ersten zweistöckigen Irrgarten in Containerform. Das Dekorationsthema der ersten Anlage Geheimnis des Maya Tempels wurde beibehalten und die Fassade in ähnlicher Form gestaltet. Ein zweites Stockwerk wurde aus der unteren Ebene hydraulisch nach oben gefahren. Ein manuell angebauter rechteckiger Raum vergrößerte die Fläche des gläsernen Irrgartens.

Diese zweite Anlage, Fluch des Pharao, wurde 1986 unter den neuen Inhabern Pluschies/Hempen zur ersten Abenteuer-Simulationsanlage der Welt umgestaltet.
Sie erhielt den Namen Das Omen Zwei kolossale Tempelwächter bewachen das mystische Stollenlabyrinth. Die aus Polyester gearbeitete Fassade zeigt die Nachbildung eines zweistöckigen
Steinbruchs. Aus Mauerfragmenten mit Flachreliefs züngeln aus zwei großen Feuertöpfen kleine
Flammen. Elemente von Feuer, Wasser und Sturm runden das Bild ab. Im Jahr 2002 erfolgte eine weitere Renovierung, bei der man auf den bisher vor der Anlage stehenden Baum mit Schlange und Geier verzichtete.

Provenienz und Verbleib

 

 

Die Belustigungsanlage wurde 1979 von Friedrich Finnendahl als Fluch des Pharao in Auftrag gegeben. Es gab einen Besitzerwechsel zur Firma Müller. 1986 wurde sie unter dem Besitzer Michael Hempen beim Hersteller Dietz umgestaltet. Die neue Fassade erhielt den Namen Das Omen. Später folgten weitere Umgestaltungen unter dem heutigen Inhaber Hempen

Das 1979 für Finnendahl (Bremen) gebaute „FLUCH DES PHARAO“ wurde Ende 1985 an die Firma Müller (Frankfurt) verkauft, die es noch eine Saison betrieb. Im Winter 1986/87 wurde es von der Firma Hempen übernommen und zum „OMEN“ umgebaut. 2002 erhielt es eine neue Frontbemalung. Nach der Saison 2010 wurde die Reise mit dem Omen zu Gunsten eines neuen Geschäftes eingestellt. 2011 präsentierte die Firma Hempen dann die auf das Omen basierende Dietz-Belustigung „Big Bamboo“. Die Front wurde an Dicky Punt-Sloots in die Niederlande verkauft, der daraus wieder ein komplettes Geschäft schuf und ab Sommer 2013 bis 2023 auf Tour war. 2019 wurde das in Holland tourende Geschäft in „Zanzibar“ umbenannt, ehe es Ende 2023 an Jack Brantenaar (Niederlande) verkauft wurde. Nach der Saison 2024 wurde „Zanzibar“ in „Mexico“ umbenannt.

 

1981 baute Willi Dietz die gleiche Anlage für die Firma Schütze. Diese wählte eine völlig andere
Dekoration. Thematisiert und namengebend wurde der Horrorfilm „Nosferatu“. Knorrn konnte seine
surrealistische Mal weise voll ausleben. Riesige bewegliche Figuren suggerierten den Einbruch des
Unmenschlichen in den Alltag der Erdbewohner.

1981 erfolgte wieder beim Hersteller Dietz eine Umgestaltung in Nightmare. Die Firma Schütze blieb
ihrer Thematik treu. Die beiden Etagen waren nicht mehr einsehbar. Auf der neuen, kulissenartig gestalteten Vorhangfassade war der Alptraum thematisiert und fand wieder seine Vorlagen in einem Horrorfilm namens „Nightmare“.

1 Geheimnis des Maya-Tempels 1976
2 Zweistöckige Anlage von hinten 1981
3 Fluch des Pharao
4 Das Omen
5 Das Omen
6 Nosferatu
7 Nightmare

© Margit Ramus

Ramus 2013. Kat. Nr. 40.
Gespräch der Verfasserin mit Bärbel Schütze in Crange im August 2007.
Besuch der Verfasserin bei der Firma Dietz in Schwalmstadt im Juni 2012.
Schmitt, Laufgeschäfte von Dietz. In: KR 4, 1997.
Dering, Volksbelustigungen, 1986. S. 138

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