Dekorationsthemen A - Z

Winterlandschaften

In der frühen europäischen Malerei waren die meisten Themen religiös. 
Erst
 im 15. Jahrhundert beginnt die Darstellung von winterlichen und verschneiten Landschaften.  Hier einige Beispiele der Entwicklung:
Pieter Bruegel der Ältere revolutionierte die Darstellung der kalten Jahreszeit mit seinem Gemälde „Die Jäger im Schnee“ (1565)
Der eigentliche Durchbruch erfolgt durch Hendrick Avercamp mit seinem Bild „Eisbelustigung“. Er füllte weiße Flächen mit detailreichen, bunten Szenen von Eisläufern. 
In der
Romantik (19. Jh.) wird die Winterlandschaft zum Spiegel der menschlichen Seele. Caspar David Friedrich  malt tief verschneite Landschaften, kahle Eichen und gotische Ruinen als Symbole für Sterblichkeit, Hoffnung und religiöse Andacht.
Im Impressionismus erkennt Claude Monet, dass Schnee nicht rein weiß ist, sondern das Licht reflektiert und in blauen, violetten und rosa Nuancen schimmert.

In den Dekorationen von Schaustellergeschäften hatte Friedrich Heyn 1936 mit seiner Zugspitzbahn das erste Mal eine winterliche Dekoration angewandt. Aber erst 1956 gelang es Heinrich Mack, mit der neuen Konstruktion einer Berg- und Talbahn das Thema Winter erfolgreich umzusetzen. Herbert Sommer malte den Cortina Bob von Distel. Sommer thematisierte das lebendige Treiben der Menschen in der winterlichen weißen Pracht. (Ramus 2013. Kat. Nr. 37)  Es folgten weitere Aufträge dieses Modells, die alle mit der gleichen Thematik dekoriert wurden, wie zum Beispiel der Alaska Express, der von Heinz Opitz gemalt wurde.

Ein besonderes Karussell erfreut mit seiner winterlichen Ausstattung seit 90 Jahren die Besucherinnen und Besucher. Nach zwei Jahren Unterbrechung wird sie vielleicht bald wieder auf dem Münchner Oktober zu sehen sein.

Zugsspitzbahn 1936 – Kulturgut Volksfest

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