
Bayrisches Gaudi ist keine Kunstströmung, sondern ein Dekorationsthema, welches auf den Fassaden einiger Schaustellergeschäfte, das bayrische Lokalkolorit auf eine humorvolle und klischeehafte assoziiert.
Anfang der 1950er Jahre startete Heinrich Mack eine Baureihe von Lauf- und Belustigungsgeschäfte. Mit der Dekoration wurde Heinz Opitz sen. beauftragt. Es gelang ihm, die Besucher mit der Darstellung einer bayrischen Gaudi zu begeistern.
Es gab auch ein Karussell der Serie Hully Gully mit einem bayrischen Lokalkolorit.
Die Firma Distel aus München wählte für die Dekoration ihres neuen Karussells ein Lokalkolorit. Distel ließ sich den Namen Schwabinchen und die Dekoration für seinen Hully Gully für den deutschen Markt schützen. Er hatte zuvor die Genehmigung eines Münchener Karikaturisten erhalten, dessen Darstellung einer langbeinigen Schönheit aus dem Schwabinger Milieu mit dem Namen „Schwabinchen“ auf der Fassade seines Hully Gullys zu verwenden.
Bis zur Gegenwart ist das Bayrischen Gaudi ein beliebtes Thema der Dekoration für diese Bauaufgabe. Ein Beispiel ist das bayrische Lach + Freu – Haus von Eugen Distel. Es zeigt sich in einem gepflegten Zustand und ist auf vielen großen Volksfestplätzen im gesamten Bundesgebiet präsent.
Mehr zu diesem wunderschönen Laufgeschäft finden sie hier:
Lach + Freu Haus – Kulturgut Volksfest
© Margit Ramus












