
| Name des Prototyps Monster III | Schlittenexpress – Höllentaxi |
| Typologische Bauaufgabe | Rundfahrgeschäft |
| Bauform | Rundbau |
| Baujahr | Anfang der 1960er Jahre |
| Hersteller | Anton Schwarzkopf |
| Erst-Bemalung | Herbert Sommer; Fritz Hilbert |
| Dekorationsthema | Winterlandschaft |
| Inhaber Schlittenexpress | Josef Zimmer Koblenz |
| Inhaber Höllentaxi | 1. 1967 – um 69 Renoldi (Bremen) 2. bis 1977 Strothmann (Bad Rothenfelde) 3. diverse, u. a. Staudenrausch 4. diverse Parks, bis 2005 OK Corral-Park in Frankreich 5. 2006 bis Anfang 2012 Senk (Herne) |
Baugeschichte
Anfang der 1960er Jahre entwickelte die Firma Schwarzkopf als Pendant zu der Konstruktion einer Bobbahn des Herstellers Heinrich Mack einen Schlittenexpress.
Baubeschreibung
Feststehender quadratischer Bau mit Walmdach und Schmuckdachkante auf drei Seiten. Die Dachkonstruktion wird von vier Ecksäulen getragen. Im Inneren des Baus führt ein Kranz von aneinandergekoppelten Bobs über nach hinten ansteigende Schienen. Die Fahrbahn neigt sich zum Einstieg. Ein schräger Aufgang führt ins Karussell und in den hölzernen Umgang zur Einstiegsebene.
Der Umgang ist in der hinteren Hälfte des Karussells mit Gittern gefasst. Die Sockelzone ist an drei Seiten mit Panneaux umschlossen. Ein Kassenhaus ist an der linken Seite angegliedert.
Dekoration
Bezugnehmend auf den Namen des Karussells wurde für die Dekoration eine weiße Winterlandschaft thematisiert. Beauftragt wurde das Atelier Herbert Sommer. Auf den Bildträgern der Schmuckdachkante tummeln sich Skifahrer inmitten einer weißen Berglandschaft. Auf den Plafonds sind Lichtleisten in grafischen Mustern angeordnet. Die Plafonds werden nach oben mit einem schmalen Bogenfries und nach unten mit einem Zackenfries ab geschlossen.
Im Inneren des Karussells deutet eine sogenannte Tunnelverkleidung die Einfahrt der Bobs in eine Berglandschaft an. Auf dem Berg wiederholt sich die Bemalung der Schmuckdachkante. Im Zentrum der Anlage sind auf eine runde Plattform weitere Dekorationselemente, wie zum Beispiel beleuchtete Tannenbäume, eingestellt.
Schwarzkopf baute noch eine weitere überdachte Bobbahn für die Firma Klaus Renoldi aus Bremen. Renoldi entschied sich gegen eine winterlich gestaltete Dekorationsthematik und wählte stattdessen den Namen Höllentaxi.
Provenienz und Verbleib
Bereits Anfang der 1970er Jahre wurde der Schlittenexpress von Zimmer nach Coney Island verkauft.
Die Anlage von Renoldi wurde nach mehreren Besitzerwechsel im Jahr 2006 unter der Regie der Schaustellerfirma Senk neu gestaltet.
2012 wurde das Geschäft an die Firma Valére Lainez nach Belgien verkauft. 2014 gelangte es an die Firma JP de Rooij (Niederlande), die es Anfang 2015 nach Texas/USA verkauft hat.
© Margit Ramus
| Quellen | Ramus 2013. Kat. 51. |


