Allgemeines zu Volksfesten A - Z

Nachhaltigkeit

Schausteller und Schaustellerinnen als Träger*innen der Volksfest-Kultur nehmen die Nachhaltigkeit  für die Erhaltung der Volksfeste, da sie für sie Existenzgrundlage bedeuten sehr ernst.

Unterstützt werden sie dabei von ihren Berufsverbänden DSB, BSM und ESU, die die bestehenden, geplanten und zu entwickelnden Maßnahmen mit Politikern auf Städtetagen, Landes-, Bundes- und Europäischer Ebene diskutieren und festlegen.
Das Besondere an der Berufsgruppe der Schausteller und Schaustellerinnen ist, dass sie ihr spezielles Wissen innerhalb der Familie von Generation zu Generation weitergeben und so den Fortbestand der Familientradition sichern. 
Sie prägen die Volksfestkultur durch die lebendige Tradition ihrer speziellen Lebensform, wie z. B. ihre Wohnsituation, ihre Religion und Bildung, ihr Aufgabenbereich und ihre Erfahrungen.
Nicht zu unterschätzen, dass die Schausteller und Schaustellerinnen seit Jahrzehnten  ihre Ideen den Herstellern und bildenden Künstlern übermitteln und damit erheblich zur Entwicklung der Technik und kunstvollen Ausstattung der Schaustellergeschäfte beitragen.
Mit ihrer Erfahrung wird das Belustigungsangebot auf den Volksfesten immer anspruchsvoller, bunter und an die Besucher*innen aller Altersstufen angepasst. 

Deshalb erfüllt es die Schaustellerinnen und Schausteller mit großer Freude und Stolz, dass am 27. März 2026, der gemeinsam vom DSB, dem BSM und der Kulturgut Volksfest gUG an die Deutsche UNESCO-Kommission gestellte Antrag: 
Die „Schaustellerkultur auf Volksfesten in Deutschland“ von der Deutschen UNESCO-Kommission als immaterielles Kulturerbe anerkannt und in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen worden ist. Mehr dazu unter:  UNESCO Kulturerbe

Für die Erhaltung der  Volksfeste haben sie sich einen Katalog von  Maßnahmen stehen auf die Agenda geschrieben:

    • Schützen und Fortbestehen der Tradition und Bräuche zu sichern, durch Pflege und Aufarbeitung des komplexen immateriellen Kulturerbes Volksfestkultur und Weitergabe ihres speziellen Wissen durch Schausteller und Schaustellerinnen selbst und ihrer Berufsverbände DSB, BSM und ESU.
    • Bestehende, geplante und zu entwickelnde Maßnahmen der Rahmenbedingungen für Schausteller und Volksfeste mit Politikern auf Städtetagen, Landes-, Bundes- und Europäischer Ebene zu verbessern.
    • Optimierung  der Verkehrspolitik, dem Gewerberecht, der Hygieneverordnung, den Stromtarifen, den Gema-Gebühren, den Bau- und Betriebsvorschriften, der Spieleverodnung und Steuerfragen durch den DSB und BSM.
    • Verbesserung der Schul-, Aus- und Weiterbildung der Schaustellerkinder und Jugendlichen, durch Programme wie  Berit – Schule Unterwegs,  BeKoSch – Entwicklung beruflicher Kompetenzen für Schausteller durch Blockunterricht, in der Winterpause.
    • Sicherheitsstandards der Fahrgeschäfte und sonstigen Belustigungen halten.
    • Nachhaltigkeit zum Klimaschutz erarbeiten, dazu gehören:
      • Mülltrennung
      • Einschränkung von Plastikverpackung
      • Mehrweggeschirr
      • Biologisch abbaubares Hydrauliköl 
      • Grüner Strom, Wasserkraft
      • LED Beleuchtung
      • Nutzung des Güternahverkehrs
      • Bio-Angebote Vegane Speisen

Ohne Zweifel ist die Volksfestkultur in Deutschland in ihrer Vielfalt einzigartig und lebendig. 
Ihre Entwicklung und die Fortführung der spezifischen Tradition der unterschiedlichsten Festformen ist den Schaustellerinnen und Schaustellern zu verdanken.

Die Aufnahme in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes der 
„Schaustellerkultur auf Volksfesten in Deutschland“, wird das Engagement der Schausteller und Schaustellerinnen und deren beiden Dachorganisationen, DSB und BSM zur Erhaltung und Pflege der Volksfeste und deren Weitergabe, sicherlich unterstützen.

© Margit Ramus

 

Schreiben Sie uns einen Kommentar

Haben Sie ergänzende Informationen? Über sachdienliche Hinweise freuen wir uns.

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *