
| Name(n) des Geschäftes | Tokaido-Express |
| Typologische Bauaufgabe | Schienengeschäft |
| Bauform | Skelettbau |
| Baujahr | 1969 |
| Größe | 41 m Länge; 24 m Tiefe; 13 m Höhe der Rückwand; 4,5 m max. Höhe der Schienen |
| Transportfahrzeuge | 2 Bahnhofspaletten; 2 Schienenwagen; 1 Bockwagen; 1 Frontwagen; 1 Kassenwagen |
| Hersteller | Heinrich Mack |
| Maler | Heinz-Werner Opitz |
| Dekorationsthema | Stadtlandschaft |
| Bauherr / Inhaber | Tiemann Bremen |
Baugeschichte
Im Jahre 1969 baute die Firma Heinrich Mack für die Firma Tiemann aus Bremen ein neues Schienengeschäfte, den Tokaido-Express. Es folgte der Tokaido-Express 2 (Tahichi- Express), für Peter Dom u.a. der Blaue Enzian und für Fritz Kinzler u.a. die Schwäbische Eisenbahn.
Baubeschreibung
Auf zwei nebeneinander angeordneten und miteinander verbundenen Kreisfundamente aus Stahl, Sohle genannt, war ein geschlossenes Schienensystem in Form einer Acht konstruiert. Berge und Täler der Schienenführung waren durch Schienenböcke in unterschiedlichen Höhen ermöglicht. Als Kontergewicht waren in die Zentren der Schienenkreise große Wasserbecken eingebaut. Die Anlage, in den Grundmaßen von 41 x 24 Metern, war nach hinten mit einer Rückwand verschlossen. Zum Betrachter hin, war dem Schienensystem eine Einstiegszone, auch Bahnhof genannt, vorgesetzt. Eine dreistufige Treppenanlage führte aus der Wartezone in die Ein- und Ausstiegsebene des Chaisenzuges.
Dekoration
Auf der Rückwand dieses Skelettbaus war eine japanische Stadtlandschaft dargestellt. Im Vordergrund bildete die Darstellung eines Schnellzuges den Schwerpunkt. Über die Rückwand hinaus ragten strahlenförmig angeordnete Lichtleisten, die die aufgehende Sonne suggerierten. Der Name Tokaido Express in großen Leuchtbuchstaben schloss die Fassade ab.
Den unteren Abschluss der rückwandigen Fassade schloss ein breites Schriftband ab. Auf rotem Untergrund war in weißer Druckschrift zu lesen: „Der schnellste Zug der Welt“.
Die Einstiegszone, der Bahnhof, war mit Geländern und einer mehrbogigen Arkade mit kannelierten Pfeilern mit Base, Schaft, Kapitellen eingegrenzt. Auf dem Sockel waren grafische Muster in den Farben gelb und rot gemalt.
An der rechten Seite des Bahnhofs war in einem japanischem Stadthaus, die Kasse und der Fahrstand platziert.
Provenienz und Verbleib
1972 geschah zu Pfingsten in Bayreuth ein bedauernswerter und schrecklicher Unfall, bei dem auch Menschen tödlich verletzt wurden. Nach dem Unfall wurde die Anlage nicht wieder in Betrieb genommen.
Der Folgebau den Tokaido-Express 2, auch Tahichi-Express genannt, soll im Oktober 2002 verkauft worden sein und sich seit Dezember 2002 in einem Park in Vietnam befindet.
Glücklicherweise gab es bis zur Gegenwart nur ganz wenige Unfälle mit tödlichem Ausgang auf den deutschen Volksfestplätzen. Aber sie sollten nicht unerwähnt bleiben.
Ohne Zweifel sind die deutschen Karussell- und Achterbahnkonstruktionen nach wie vor, die sichersten Fahrgeschäfte der Welt.
Zum Unfallhergang des Tokaido-Express gibt es einen Zeitungsartikel, der hier nachzulesen ist:
Tokaido Express war nicht mehr betriebssicher
Dazu Schaustellergeschäfte im Archiv Kulturgut Volksfest:


















