Kulturgut Volksfest - Historisches Digitales Archiv und Enzyklopädie  
 

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Liebe Newsletterleserinnen und -leser ,

die Zeit läuft so davon, nun liegen schon die Pfingstfeiertage vor uns, deshalb möchte ich mich doch noch einmal melden und Ihnen von den aktuellen Ereignissen berichten.

Die Entscheidung der Deutschen UNESCO-Kommission, die „Schaustellerkultur auf Volksfesten in Deutschland“ als Immaterielles Kulturerbe anzuerkennen, hat sehr viele positive Reaktionen bei Universitäten, Heimatvereinen, Stadtarchiven und anderen wissenschaftlichen Einrichtungen ausgelöst.
Auch die Medien zeigen großes Interesse.

Viele Fragen stehen plötzlich im Raum. Hier einige Beispiele:

Was macht die Schaustellerkultur so besonders?
Es sind die kulturelle Einzigartigkeit und die lebendige Tradition.  

Was bedeutet der Titel „Immaterielles Kulturerbe" im Alltag eines Schaustellers, wie profitiert er davon?
Diese Anerkennung heißt, dass die überlieferte Lebensweise, das vielfältige Wissen und Können – die Tradition, die von Generation zu Generation weitergegeben wird, ein zu schützendes Kulturgut ist. Kommerziellen Profit jeglicher Art oder Anrechte auf Durchführung oder Teilnahme an einem Volksfest schließt diese Anerkennung nicht ein. 

Sind ohne die Schaustellerinnen und Schausteller moderne Volksfeste überhaupt denkbar? 
Auf keinen Fall, denn sie sind deren Träger. Aber die Schaustellerinnen und Schausteller geben ihr Wissen und ihre Erfahrungen nicht nur innerhalb der Familie weiter.
Ihnen ist auch die erfolgreiche Entwicklung der Volksfestkultur zu verdanken.
Seit Jahrzehnten übermitteln sie ihre Ideen den Herstellern und bildenden Künstlern (Malern) und prägen dadurch die neusten Entwicklungen in Technik und kunstvoller Ausstattung der Schaustellergeschäfte mit.

Die künstlerische Ausstattung der Volksbelustigungen jeglicher Art, verdient eine weitaus höhere Wertigkeit und Beachtung. Dies fiel in Gesprächen mit einigen Interviewpartnern auf, in denen Ähnlichkeiten mit traditioneller Architektur und bildender Kunst überraschten.

Wie sehr die ganz besondere Atmosphäre der Volksfeste mit der speziellen Architektur der Schaustellergeschäfte und ihrer Dekoration auf das Engagement der Schaustellerfamilien zurückgeht, stand in der Öffentlichkeit nie im Fokus. 

Es ist mir ein besonderes Anliegen, dass sich dies ein wenig ändert, und dazu möchte ich auf die vielen Artikel im Kulturgut-Volksfest-Archiv hinweisen.

Vielleicht nehmen Sie sich ein wenig Zeit für den Blick hinter die Fassaden der schönen Dekorationen auf unseren Volksfesten.

Wünsche schöne Pfingsttage.

Margit Ramus

Aktuelle Interviews zur Schaustellerkultur

Kunsthistorische Betrachtung der Dekorationen

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