Glossar

Begriffe aus der Schausteller-Branche

Wohnwagen

(Herstellerbezeichnung/Schausteller-Umgangssprache): Im Gegensatz zur umgangssprachlichen Bedeutung des Wortes, die auch den Camping und das Wohnmobil mit einschließt, grenzen Hersteller und Schausteller den Begriff auf den individuell angefertigten, nur im Schaustellerbereich gebräuchlichen zweiachsigen Wohnanhänger ein. Spezielle Wagenfabriken für Schausteller gibt es seit den 1880er Jahren. Siehe auch Wohnsituation der Schausteller.

Wohnwagenzug

(Schausteller-Umgangssprache): Bezeichnet man einen Wohnwagen und einen Küchenwagen, meist mit Pitschpin-Holz verschalt. Beide waren mit einer Veranda verbunden. Schon bald nach Beginn des professionellen Wohnwagenbau, bestellten einige Schausteller und auch Zirkusleute gleich zwei Wagen. In dem etwas längeren waren ein Wohnzimmer und ein Schlafzimmer mit Waschecke eingerichtet.  In dem zweiten Wagen waren die große Wohnküche […]

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Wulst

(Herstellerbezeichnung/Schausteller-Umgangssprache): kunsthistorisch zu vergleichen mit einem Fries, der die Fassade in der Horizontalen gliedert. Ab den 1960er Jahren als dekoratives Beleuchtungselement eingesetzt.

Wurfspiel

Der Begriff Wurfspiele wurde bereits im 19. Jahrhundert verwendet. Es wurde mit Pfeilen, Bällen oder Ringe auf Gegenstände oder Abbildungen geworfen.
Inzwischen differenziert man Ballwerfen, Pfeilwerfen oder Ringwerfen. Sie gehören zu der Gruppe  der Spielgeschäfte oder auch Geschicklichkeitsgeschäfte.
Bei den Ballwerfen werden in der Regel mit kleinen Lederbällen auf  Blechbüchsen geworfen. Diese sind auf einem Brett an der Rückwand eines Wagens pyramidenmäßig aufgestellt.