Glossar

Begriffe aus der Schausteller-Branche

Platz

(Schausteller-Umgangssprache): Umgangssprachlich bezeichnet der Schausteller mit Platz zum einen eine Veranstaltung, zum anderen bedeutet „einen Platz haben“ zu einer Veranstaltung vertraglich zugelassen zu sein oder Platz auf einem Platz haben, bezeichnet den Standort während einer Veranstaltung. Man sagt z.B. wegen des schlechten Wetters waren alle Plätze im März schlecht, oder Pützchens Markt gehört zur „ersten Garnitur Plätzen in Deutschland“. Auf einem Platz (Veranstaltung), gibt es immer gute und schlechte Plätze (Standorte). Sie werden vom Veranstalter dem Beschicker zugewiesen, niemand hat aufgrund seines Vertrages ein Anrecht auf einen bestimmten Platz. Redewendung: „Der Schausteller hatte auf dem guten Platz (Veranstaltung) einen schlechten Platz (Standort), oder auch, er hat schlecht gestanden.“

Platzgeld

Standgeld oder Standmiete (Schausteller-Umgangssprache): Bezeichnungen für die Miete eines Standplatzes der Schaustellergeschäfte anlässlich eines Volksfestes.

Privat

(Schausteller-Umgangssprache): Umgangssprachlich bezeichnet der Schausteller die Menschen, die nicht der Berufsgruppe der Schausteller angehören als „von Privat“ oder „Private(r)“.

Reihengeschäfte

(Schausteller-Umgangssprache): nennt man alle Spiel- oder Verkaufsgeschäfte die am Rand (auch Randbebauung genannt) eines Festplatzes platziert sind.

Reisegewerbe

Mit der Einführung der Gewerbeordnung im Jahre 1794 erhielt das Fahrende Volk unter dem Begriff Reisegewerbe eine Gewerbefreiheit.  Von den zuständigen Behörden wurden begrenzte Konzessionen für Schausteller, eine bestimmte Zeit in einem gewissen Territorium zu reisen ausgestellt. Die Form der Gewerbeausübung wurde in der Wander-Gewerbeordnung festgelegt. Belegt ist, dass am 9.11.1864 von der Königlichen Bezirksregierung […] Mehr lesen →